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Überblick im Schonkost-Dschungel

07.04.2021
Ist der Hund krank, geht es auch dem Halter nicht gut. Anhaltender Durchfall oder Abgeschlagenheit des Vierbeiners können für alle Beteiligten nervenaufreibend sein und haben oftmals nur schwer definierbare Ursachen. Eine Futterumstellung kann hier Linderung bieten. Häufig rät der Tierarzt auch nach einer Operation dazu, die Nahrung auf Schonkost umzustellen, um den Organismus des Patienten wieder zu stärken bzw. ihn nicht zusätzlich zu belasten. Bei der Wahl der entsprechenden Schonkost ist guter Rat teuer. Während ein Menü aus selbst gekochtem Hühnchen mit Reis oft das erste Hausmittel ist, das zum Einsatz kommt, sind viele Hundehalter insbesondere bei langanhaltender diätischer Fütterung zunehmend unsicher: Welche Ernährung ist besonders reizarm und enthält trotzdem alle essentiellen Inhaltsstoffe, die die Fellnase zur Genesung benötigt?

Der Klassiker: Futtermittelunverträglichkeit
Futtermitteilunverträglichkeit ist ein immer häufiger auftretendes Problem. Ernährungssensible Vierbeiner reagieren mit Durchfall, Erbrechen, Juckreiz oder Abgeschlagenheit auf bestimmte Inhaltsstoffe. Bis die Übeltäter ausfindig gemacht sind, kann es eine lange und unangenehme Reise für Hund und Halter sein. Ein Alleinfutter, dass alle Bedürfnisse des Hundes abdeckt und gleichzeitig so wenig Allergie-Auslöser wie möglich enthält, findet sich meist nur in speziellen Diät-Futtermitteln. Die Rezepturen sollten auf Weizen verzichten und nur jeweils eine tierische und eine pflanzliche Eiweiß-Quelle verwenden. Damit unterscheidet es sich von üblichem Hundefutter und ist so für allergiegeplagte Vierbeiner optimal geeignet. Auf Schwein, Rind und Weizen verzichtet der Ernährungsexperte komplett und setzt stattdessen auf besonders gut verträgliches Lammfleisch. Hochwertige Kohlenhydrate liefert der enthaltene Vollkornreis.
 
Der Notfall: Magen-Darm-Probleme durch Krankheit oder OP
Diese Aufgabe trifft Hund und Halter oft unvermittelt. Eine plötzliche Erkrankung oder eine Operation stellen den Organismus des Hundes vor große Herausforderungen. Oftmals sind Magen-Darm-Probleme ein Symptom oder die Folgeerscheinung dessen. Damit Vierbeiner, die nach einer OP oder Krankheit geschwächt sind, schnell wieder zu Kräften kommen, benötigen sie Futter, das besonders gut verträglich ist und den Magen-Darm-Trakt möglichst wenig belastet. Eine Ernährung, die auf Huhn und Reis aufbaut, hat sich dabei als besonders geeignet erwiesen.

Das Senioren-Problem: Zu hohe Blutzuckerwerte
Nicht selten haben Hunde wie auch Menschen im fortgeschrittenen Alter mit unstetigen Blutzuckerwerten zu kämpfen. Nach der Diagnose Diabetes rät der Tierarzt, neben einer medizinischen Behandlung, zur Nahrungsumstellung auf Diätkost. Hierbei empfiehlt sich ein Alleinfutter mit hohem Rohfasergehalt. Zudem belegen wissenschaftliche Untersuchungen, dass eine ballaststoffreiche Ernährung mit reduziertem Kohlenhydratgehalt helfen kann, die Stetigkeit der Blutzuckerwerte zu fördern. Häufig sind übergewichtige Hunde von Diabetes betroffen. Das Diät-Futtermittel sollte daher darauf ausgelegt sein, das Gewicht des Vierbeiners zu reduzieren, ohne den Patienten mit Hungergefühlen zu plagen.

Der Balance-Akt: Die Nierenerkrankung
Die Nieren des Hundes sind nicht nur als wichtiges Filterorgan im Einsatz, sie sind außerdem für den Wasser-Elektrolythaushalt und die Hormonproduktion zuständig. Ca. 20 Prozent aller Hunde über 5 Jahren leiden an einer eingeschränkten Nierenfunktion. Stellt der Tierarzt einen solchen Befund, ist eine Futtermittelumstellung in den meisten Fällen sein erster Rat. Dabei gilt es, den Körper mit reduziertem Eiweißgehalt zu entlasten, ohne den Fettgehalt zu sehr zu reduzieren. Denn der hohe Eiweißgehalt bedeutet zusätzliche Arbeit für die Nieren.


Die Herzensangelegenheit: Herz- und Lebererkrankungen
Herzfehler können genetische Ursachen haben oder Folge einer Krankheit sein. Häufige Symptome sind Trägheit, Kurzatmigkeit oder Husten. Auch eine Erkrankung der Leber kann mitunter zu großen Einbußen an Lebensqualität führen. Der Gang zum Tierarzt ist hier unbedingt nötig – eine Anpassung des Futters kann zusätzlich helfen, den kranken Körper zu schonen. Um Herz und Leber zu entlasten, sollte die Nahrung einen reduzierten Gehalt an Natrium und Phosphor aufweisen und über eine leicht verdauliche Zutatenauswahl verfügen. Denn ein hoher Salzgehalt im Futter bedeutet Stress für Herz und Leber. Gleiches gilt für einen hohen Proteinanteil.
Eine Schonkosternährung sollte stets mit dem Tierarzt besprochen werden. Eine medikamentöse Behandlung kann die Futtermittelumstellung, je nach Krankheitsbild, nicht ersetzen. Wie lange eine Schonkosternährung sinnvoll ist, ist außerdem mit dem Tierarzt zu besprechen – während bei einem Magen-Darm-Infekt wenige Tage ausreichen, kann sie bei chronischen Krankheiten ein Leben lang gefüttert werden.

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